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FDP besuchte die Freiwilligenzentrale

Meldung der Freiwilligenzentrale vom 27. Oktober 2014

Zu einem Informationsabend hat der Arbeitskreis Soziales der FDP Gronau jüngst die Freiwilligenzentrale (FWZ) Gronau besucht. Etliche Mitglieder des FWZ-Teams gewährten den interessierten Gästen einen ausführlichen Einblick in ihre tägliche Arbeit. Dabei ließen sich die FDP-Politiker über die Entwicklung der Ehrenamtsagentur von einer neu gegründeten Initiative im Jahr 2003 bis zur heutigen umfangreichen Beratungs- und Vermittlungsagentur erläutern.

Der Bedarf an freiwilligen Helfern in Schulen, Krankenhäusern, Kinder-, Senioren- und Behinderteneinrichtungen, der Tafel oder anderen sozialen Einrichtungen ist ungebrochen groß. Für immer mehr Aufgaben werden heutzutage ehrenamtliche Kräfte gesucht. Wie die Besucher der FDP vom Team der Freiwilligenzentrale erfuhren, sind momentan 170 Personen in eine der rund 50 Mitgliedsorganisationen der Freiwilligenzentrale vermittelt. Anfragen wie jene vom Bürgerbusverein zu Beginn des Jahres oder ein Gesuch einer Grundschule nach Lotsen und Freiwilligen zur Betreuung von Schülern vor Schulbeginn machen jedoch deutlich, dass die Nachfrage nach ehrenamtlichen Kräften immer weiter ansteigt. Die Mitarbeiter der Zentrale werben bei ihrer Arbeit jedoch nicht nur Ehrenamtliche, sondern sie helfen ihnen auch bei der Wahl der für sie am besten geeigneten Einsatzmöglichkeit und betreuen sie bei ihren Einsätzen, erläuterte Maria Leusing den Gästen.

Wie notwendig der Einsatz von Ehrenamtlichen ist, zeigte sich in diesem Jahr beispielsweise beim Stadtteilfest des Wittekindshofes, an dem ohne Unterstützung so vieler Freiwilliger nicht alle Bewohner des Wittekindshofes hätten teilnehmen können. Aber auch Initiativen wie der Patientenbegleitdienst im Krankenhaus wird dankbar in Anspruch genommen. Fest etabliert haben sich auch die Lesemütter und -väter sowie ehrenamtliche Hausaufgabenhilfen als eine wichtige Entlastung und Ergänzung in Kindergärten und Schulen. Dort im Einsatz sind auch die Freiwilligen des FWZ-Projektes NaWi, die jeweils im letzten Kindergartenjahr grundlegendes naturwissenschaftliches Verständnis kindgemäß und anschaulich in kleinen Experimenten vermitteln und Lernanreize setzen.

Für den FDP-Arbeitskreis Soziales war der Besuch in den Räumlichkeiten der FWZ eine interessante Erfahrung: „In Gronau und Epe gibt es scheinbar keinen sozialen Bereich, in dem keine Freiwilligen zum Einsatz kommen. Viele sind dort nicht mehr wegzudenken“, so das Resümee der Gäste. „Die Freiwilligenzentrale ermöglicht viele Projekte, in denen Inklusion von Behinderten, Integration von Menschen mit Einwanderungsgeschichte und Generationenüberbrückung realisiert werden“, bilanzierte Uli Doetkotte von der Gronauer FDP den Besuch in der Freiwilligenzentrale. „Freiwillige Tätigkeit bereichert die Lebensqualität auf beiden Seiten“, wusste Heidi Wieking von der Gronauer FDP auch aus eigener Erfahrung zu erzählen; „nicht nur von denen, die Zuwendung erfahren, sondern auch von denen, die sich mit ihren Kompetenzen und Fähigkeiten für das Gemeinwohl einbringen“. Das gilt ebenso für aktive ältere als auch junge Menschen. Die Freiwilligenzentrale möchte dabei gerade auch junge Menschen einbeziehen – besonders wenn sie sich beruflich orientieren müssen oder ohne Arbeit sind.

Ein weiteres Vorhaben ist die Einbindung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in ehrenamtliche Tätigkeiten. Hier konnten von der Freiwilligenzentrale in den vergangen Monaten bereits erste Erfolge erzielt werden. Mit Blick auf Bevölkerungsgruppen aus fremden Lebensumfeldern und Kulturen wies Helga Rübenstahl von der FDP dabei darauf hin, wie notwendig es ist, Paten zu suchen, die sich der Neuankömmlinge annehme: „Es reicht nicht, ihnen bei Behördengängen und ärztliche Versorgung behilflich zu sein. Gerade im allgemeinen Alltag sollte ihnen jemand zur Seite stehen – besonders den Kindern.“ Hier öffne sich noch ein weites Betätigungsfeld für Ehrenamtliche.

Bei dem regen Austausch zwischen FDP und dem FWZ-Team blieb auch das Thema der Finanzierung der Freiwilligenzentrale nicht unangesprochen. Bislang, so erläuterten die Vertreter der Zentrale, konnte man notwendige Anschaffungen für die Arbeit der Zentrale noch mit Hilfe von Sponsoren tätigen. Wie dies in Zukunft aussieht, hängt nicht letztlich auch von der Unterstützung durch die Stadt Gronau ab. Reimar Ohström von der FDP brachte diesen wirtschaftlichen Aspekt durch einen Vergleich mit den Kosten eines Sozialarbeiters, die gegengerechnet werden müssten, auf den Punkt.

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