Das ehrenamtliche KoPilot-Team bietet Rikscha-Fahrten in Gronau und Epe an. Zielgruppe sind Senior*innnen sowie Personen aller Altersgruppen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und nicht selbst in die Pedale treten können. Jede Rikscha-Fahrt schafft für Fahrgäste und Pilot*innen schöne Begegnungen und neue Erlebnisse. Aktuell läuft eine Crowdfunding-Kampagne , um die Anschubfinanzierung für das Projekt zu bekommen.
Quelle: KI
Dem Projekt-Team ist es wichtig, dass alle angesprochenen Senior*innen in Gronau die Möglichkeit zur Nutzung der Rikscha bekommen. Dabei liegt das Augenmerk auch auf den Senior*innen, die ohne große Sozialkontakte die meiste Zeit in ihren Wohnungen verbringen und für die eine Rikscha-Ausfahrt deshalb eine große Bereicherung wäre. Entweder entsteht der Kontakt durch Eigeninitiative oder auch durch Angehörige, Freunde und Nachbarn. Hilfestellung durch Angehörige o.ä. müsste im ausreichenden Umfang vorhanden sein, um die Rikscha Ausfahrt zu ermöglichen.
Außerdem werden die Senior*innen in den stationären Alteneinrichtungen und in der Tagespflege angesprochen. Hier erfolgt eine Kontaktaufnahme durch die zuständigen Mitarbeiter*innen der Häuser.
Es werden keine Auftragstouren für private Belange übernommen (z.B. Arztbesuche oder Einkaufstouren), sondern es geht dem Rikscha-Projekt in Gronau ausschließlich um Ausflugsfahrten rund um Gronau.
Die Fahrten werden nur für Menschen erbracht, die aufgrund ihres Alters oder einer Behinderung nicht mehr in der Lage sind, eigenständig Ausflugstouren in die nähere Umgebung zu unternehmen.
Bei Interesse werden im Vorgespräch die konkrete Fahrsituation, die Adresse und der Umfang der Hilfeleistung miteinander abgesprochen und die Fahrt dann fest vereinbart.
In welchem Umfang die jeweiligen Fahrten möglich sind, hängt von der Zahl der ehrenamtlichen Fahrer ab. Die Einsätze an den verschiedenen Orten werden gemeinsam geplant und koordiniert. Die Rikscha-Ausflugsfahrten sollen möglichst vielen Gronauer Senior*innen ermöglicht werden – deshalb regelt das Koordinatoren-Team eine faire Verteilung der Fahrten.
Neue Rikscha Fahrer*innen werden von den älteren Stammfahrern angelernt und erhalten im gemeinsamen Fahrtraining alle nötigen Informationen. Erst wenn ein potenzieller neuer ehrenamtlicher Fahrer sicher das Gefährt beherrscht, kann er mit Gästen eine Ausfahrt unternehmen. Dabei behält es sich die Freiwilligenzentrale vor, ungeeignete Fahrer von Fahrten auszuschließen, um so die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten. Mit den ehrenamtlichen Fahrer*innen werden im Vorfeld Einsatzverträge abgeschlossen, in der die Fahrten klar geregelt sind. So werden hier zur Absicherung die Versicherungsbedingungen festgeschrieben und die Schweigepflichtserklärung verdeutlicht und bestätigt.
Rikscha-Fahrten erfolgen zur gegenseitigen Unterstützung und Hilfestellung nur mit Rikscha-Fahrer*in und einer weiteren Begleitperson. Die Rikscha-Fahrer*innen erhalten außerdem regelmäßig Schulungen in Erster Hilfe und im Umgang mit den zukünftigen Gästen und können sich bei allen anfallenden Fragen an die Kooperationspartner bzw. an das ehrenamtliche Koordinatoren-Team wenden.
Mit den angebotenen Rikscha-Touren kann man gemeinsam bekannte Orte in der näheren Umgebung aufsuchen oder aber auch eine „Fahrt ins Blaue“ unternehmen – einfach wieder dorthin unterwegs sein, wo man ohne diese Hilfe und Begleitung nicht mehr hinkommen könnte.
Gemeinsam können auf dem Rad neue Wege entdeckt, der Austausch mit Anderen genossen, Geschichten geteilt sowie neue Perspektiven und Freiheiten erlebt werden. Ein Projekt gegen Einsamkeit und für uneingeschränkte Teilhabe am Leben und der Natur, welches eine Brücke zwischen den Generationen baut.
Die KoPilot-Initiatoren Johannes Sieweke (l.) und Rainer Reus (2.v.r.) gemeinsam mit FWZ-Ehrenamtskoordinatorin Kirsten Evertman (2.v.l.) und dem FWZ-Vorsitzenden Andreas Veltman (r.) sowie zwei Kopilotinnen. Auf dem Foto fehlt Mit-Initiator Wolfgang Leuders.
Ausflug mit der Rikscha